Zukunft.Heizen

Rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf das Heizen. Traditionell geschieht dies mit Öl oder Gas – beides fossile Energieträger mit hohen CO2 Emissionen. Für die Energiewende ist deshalb ein Wechsel zu klimafreundlicher Wärmeerzeugung entscheidend. 

Die Zukunft des Heizens gehört modernen Heizsystemen, wie Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasse, Fern- und Nahwärme, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Öl- und Gasheizungen werden keine Zukunft mehr haben.

  • Die Europäische Union hat sich gesetzlich verpflichtet bis 2050 klimaneutral zu werden. Deutschland möchte dieses Ziel bereits 5 Jahre früher, also bis 2045, erreichen. Öl und Gas verursachen zu viel CO2 und dadurch wird fossiles Heizen zum Auslaufmodell.

  • Öl- und Gasheizungen mit grünem Wasserstoff zu betreiben ist teuer und ineffizient, weil der Energieaufwand für das Heizen mit Wasserstoff bis zu 6-mal höher ist als mit einer Wärmepumpe.

  • Fossile Energien werden kontinuierlich teurer, weil der CO2-Preis steigt. Öl und Gas müssen größtenteils importiert werden. Laut KfW liegen diese Kosten im langjährigen Schnitt seit 2008 für Deutschland bei rund 81 Milliarden Euro und für die Europäische Union in der Größenordnung von 300 bis 400 Milliarden Euro jährlich.  Die Gas- und Ölpreise sind vom Weltmarkt abhängig und dadurch schwer kalkulierbar.
  • Moderne Heizsysteme, wie z.B. die Wärmepumpe sind effizienter als Öl- oder Gasheizungen, da aus 1 kWh Strom 3 bis 5 kWh Wärme erzeugt werden. Sie sind somit über die gesamte Betriebszeit wirtschaftlicher.  
  • Erneuerbare Energien aus Sonne und Wind werden regional erzeugt und sind unabhängig von geopolitischen Krisen und Konflikten, die zu höheren Gas- und Ölpreisen führen können.
  • Der globale Bedarf an knappen fossilen Rohstoffen motiviert und finanziert immer wieder leidbringende Kriege, wie etwa die globale Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Krieg der USA und Israel gegen den Iran verdeutlicht. Durch den flächendeckenden Wechsel zur Wärmepumpe machen sich Staaten unabhängiger von fossilen Importen und entziehen ressourcengetriebenen, geopolitischen Konflikten langfristig die wirtschaftliche Grundlage.

Neben der Solarthermie, Biomasse, Fern- und Nahwärme wird die Wärmpumpe den größten Anteil bei der Zukunft des Heizens haben.
 

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Physikalisch gibt es verschiedene Arten von Wärmepumpen. Informieren Sie sich zu Fragen der Technik.

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Auch bei der Erneuerung von Heizungen in Bestandsbauten kann die Wärmepumpe eingesetzt werden, jedoch muss hier der Einzelfall genauer untersucht werden.

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Der größte Teil aller Neubauten wird mit Wärmepumpen beheizt. Informieren Sie sich über die Fakten zur Wirtschaftlichkeit.

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Als Ergänzung oder Alternative zur Wärmepumpe gibt es weitere Technologien neben der Verbrennung von Öl und Gas. Wir geben eine Überblick.

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Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite “Externe Infos und Links”.


Fazit

Der Umbau der Wärmeerzeugung reduziert Emissionen, steigert die Effizienz und macht unabhängiger von fossilen importierten Brennstoffen.

Wer seine Wärmeversorgung umstellt spart Kosten, verbessert die Klimabilanz und erhöht den Wert seiner Immobilie.

Der Energiestammtisch Freigericht (ESF) unterstützt alle Interessierten mit Fakten und Entscheidungshilfen bei der Wahl moderner Heiztechniken und berät neutral und unabhängig mit viel Praxis – und Erfahrungswissen.

Viele Mitglieder des ESF haben schon langjährige praktische Erfahrung mit modernen klimaneutralen Heizsystemen, insbesondere mit Wärmepumpen im Altbau und sind gerne bereit Interessierte zu informieren, auch vor Ort Zuhause. Wir freuen uns auf Sie!